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Porträt Gut Havichhorst

 
Gut Havichhorst: Münsterländische Oase der Schönheit.

Vor allem Brautpaare lieben das Gut Havichhorst seit Jahren - als Kulisse für eine stilvolle Feier. Aber auch Hochzeitsmessen, Sekretärinnentage und Juristenfortbildungen finden hier statt.

Münster - Ein typischer Tag auf Gut Havichhorst: In kleinen Clübchen schlendern Juristen von der großen Deele im Haupthaus zur alten Schnapsbrennerei, plaudern über das, was sie gerade in ihrer Fortbildung erfahren haben - oder über ganz andere Dinge - und freuen sich auf das Buffet. Im Haupthaus selber arbeitet Lisa Bogatzki gerade an neuen Details für eine ganz andere Veranstaltung, mit der sie das Gut neuen Kreisen öffnen will. In diesem Fall sind das Sekretärinnen aus Chefetagen, moderne Assistentinnen also, die auf Gut Havichhorst auftanken sollen. Mal schauen, wie es wird.

An manchen Tagen versucht die Geschäftsführerin, das Gut so zu sehen wie eine Touristin, die das Münsterland bereist, mit dem Fahrrad beispielsweise, und neugierig den blauen Schildern folgt, die zum Gut führen. Wahrscheinlich würde sie denken „Schön“ und „Passt gut hierhin“. Vielleicht auch „eine münsterländische Oase“ und „ein gepflegter Ruhepol“.

Lisa Bogatzki hat ganz genauso gedacht, als sie im Jahr 2000 von Bayern auf das Gut zwischen Münster und Handorf zog. Hinter der Hotelbetriebswirtin lagen Jahre voller Spannung und exakt den Herausforderungen, die junge Hotelmanager lieben, um weiterzukommen. Bayern lag ihr noch in den Knochen. In jeder Hinsicht.

Die Monate, in denen Lisa Bogatzki geholfen hatte, ein exklusives Burghotel aufzubauen, waren hart und aufregend gewesen. Mit fließenden Arbeitszeiten letztendlich - ein Rund-um-die-Uhr-Job von der Sorte, die manche Menschen ins Grübeln bringt: Ist das eine Tätigkeit, die ich auch mit einer Familie in Einklang bringen könnte? Die Antwort war eindeutig: Das geht nie und nimmer.

„Ich komme aus Ostwestfalen“, sagt sie. Und weil sie sich dort wohlgefühlt hatte, sah sie sich um in Nordrhein-Westfalen und prüfte die Möglichkeiten für eine Hotelmanagerin. Als sie die Landwirte kennenlernte, die die Stiftung Westfälische Landschaft leiten und kurz zuvor damit begonnen hatten, das alte Gut zu einer Tagungsstätte umzubauen, wurden sich die beiden Parteien schnell handelseinig. Für die Stiftung war Lisa Bogatzki exakt die richtige Frau, der es gelingen kann, das Haus wirtschaftlich auszulasten. Und für die Managerin selbst bot sich die Chance, ihre Erfahrungen in ein ganz neues Projekt einzubringen.

Zwei Jahre zuvor war das Gut bereits eröffnet worden und sah aus wie in seinen besten Tagen. Gäste des Hauses lieben es seitdem, in den alten Alben zu blättern und sich zu wundern, wie aus einem baufälligen Gut ein westfälisches Juwel werden kann. „Es war in einem extrem renovierungsbedürftigen Zustand“, formuliert es die Geschäftsführerin nüchtern. Zwischenböden fehlten, die Fassaden bröckelten, überall zeigte sich das, was Architekten spröde einen Renovierungsstau nennen. 6,8 Millionen Euro investierte die Stiftung Westfälische Landschaft in die Sanierung der Gebäude und in den Park mit seinen Teichen und Buchsbaum-Anlagen.

Lisa Bogatzki genoss es, mit eigenen Ideen an der Gestaltung der alten Schnapsbrennerei teilzuhaben. „Hier lag nackter Beton“, erzählt sie und berührt mit den Füßen vorsichtig den Steinboden, der aus einem alten französischen Kloster nach Münster gebracht wurde. Dass sich ein baufälliges Gebäude, in dessen Mitte ein tiefer Schacht klaffte, in ein Gastronomie-Schätzchen mit freischwingender Treppe und einer blau glänzenden Theke, die genauso gut in einem Berliner In-Lokal stehen könnte, verwandeln würde - nun, das werden nicht viel mehr Leute als vielleicht der Architekt für möglich gehalten haben.

Die Wirtschaftskrise macht sich bemerkbar. „Die Veranstaltungen werden schlanker“, meint die Geschäftsführerin. Kaum eine Firma will sich in diesen Tagen mit kostspieligen Veranstaltungen brüsten. Obendrein ist der Kreis der Interessenten an Gut Havichhorst eingeschränkt. „Wir können hier nun mal keine Hotelzimmer zur Verfügung stellen.“ Das grenzt den Radius natürlich ein - und fordert die Kreativität der Geschäftsführerin.

Die nimmt gerade ihr jüngstes Kind, den sechs Monate alten Laurenz, aus dem Kinderwagen und schaukelt ihn sanft, während sie über zusätzliche Zielgruppen spricht, für die Gut Havichhorst interessant sein könnte. Über die Sekretärinnentage beispielsweise oder die Hochzeitsmesse, die sie derzeit mit ihrem Team vorbereitet. „Die passt ideal hierher“, findet sie. Brautpaare lieben seit Jahren das Gut als Kulisse für eine stilvolle Feier.

VON A. SCHWEGMANN
Veröffentlicht am 20.09.2009 in der Zeitung 'Westfälischen Nachrichten' 


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